Hier finden Sie interessante Studien zum Thema Vibrationstraining.
BedRest Studie
Institut:
ZMK – Zentrum für Muskel- und Knochenforschung
Charite – Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Leiter: Prof. Dr. Dieter Felsenberg
Ziel:
Untersuchung von Mechanismen, die unter Schwerelosigkeit zu Muskel- und Knochenschwund führen, Entwicklung von Strategien zur Verhinderung von Muskel und Knochenschwund.
Durchführung:
20 Probanden für 8 Wochen im Bett liegend. Die Hälfte der Kontrollpersonen erhielt im Bett ein Muskel-Vibrationstraining, die andere Hälfte blieb völlig immobil.
Ergebnisse:
Es wurde eine Trainingsmethode entwickelt und bestätigt, um Muskeln und Knochen zu erhalten.
Zusammenhang Muskel – Knochen wurde bewiesen. Mit der Muskelkraftzunahme nimmt auch die Knochenmasse zu.
Muskel kann erhalten werden durch Vibrationstraining. Muskel geht verloren durch Nichtstun.
Probanden ohne Vibrationstraining: Verloren zwischen 12 und 25% ihrer Muskelquerschnittsfläche am Unterschenkel und verloren zwischen 2 und 8% an Knochenmasse.
Probanden mit Vibrationstraining: Hatten im Einzelfall bis zu 8% Steigerung der Muskelquerschnittsfläche, verloren im Durchschnitt aber nur 9,5% der Muskelquerschnittsfläche und verloren nur 0,6% an Knochenmasse.
Weibliche Stressinkontinenz
Institut:
UKG - Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Georg-August-Universität Göttingen
Ziel:
Untersuchung, ob intensives Vibrationstraining in Kombination mit Physiotherapie zu einer Verbesserung der Kontinenz bei Frauen mit urodynamisch gesicherter Stressinkontinenz führt.
Durchführung:
29 Patientinnen wurden untersucht
Trainingszeit pro Woche:
2 x Physiotherapie (je 30 min.)
2 x Vibrationstraining (je 8 min.)
Ergebnisse:
Das Vibrationstraining zur Muskelstimulation verbessert die subjektiven und objektiven Parameter der Stressinkontinenz. Insbesondere die gleichzeitige Kombination des Vibrationstrainings mit der Physiotherapie erweist sich als sehr effektiv (80% objektive Heilungsrate) und stellt somit eine innovative Therapieoption dar.
Sicherheit und Leistungsoptimierung
Institut:
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Trainings- und Bewegungslehre
Ziel:
Gewinnung wissenschaftlich fundierter Ergebnisse über die Gefahren von Vibrationstraining.
Durchführung:
Die Probanden hatten die Aufgabe, verschiedene Übungen durchzuführen und dabei die Vibrationen so zu dämpfen, daß die Erschütterungen des Kopfes möglichst gering gehalten werden konnten.
Ergebnisse:
Allen Probanden gelang es, Vibrationen weitgehend vom Kopf fernzuhalten. Bei den Bewegungsaufgaben lagen keine Überforderungen der Probanden vor. Es sind keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Sinne von Wahrnehmungsstörungen zu befürchten. Eine Gewöhnungsphase zum Erlernen der Koordination und Dämpfung sollte zwingend durchgeführt werden.